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Veranstaltungen

Donnerstag, 06.02.2020, 19:00 Uhr, Vortrag: Ein Grabstein im Museum – Jüdisches Leben am Niederrhein vor 350 Jahren und heute

Referenten: Michael Rubinstein und Helmut Langhoff

Der Geschäftsführer des Landesverbands der Jüdischen Gemeinden Nordrhein und Helmut Langhoff, ehemaliger langjähriger Wissenschaftlicher Mitarbeiter des LVR-Niederrheinmuseums Wesel, treten bei dieser Veranstaltung gemeinsam als Referenten-Team auf. Der Bezugspunkt für die besondere Präsentationsform ist ein außergewöhnliches Exponat: der Grabstein für Elias Gomperz (ca. 1615-28.06.1689) vom alten jüdischen Friedhof in Emmerich. Der Landesverband hatte ihn dem LVR-Niederrheinmuseum Wesel für die Ausstellung „Wesel und die Niederrheinlande. Schätze, die Geschichte(n) erzählen“ lange als Leihgabe zur Verfügung gestellt. Das Original ist inzwischen wieder auf seinen angestammten Platz zurückgekehrt, in der aktuellen Ausstellung ist ein 1:1 Sandstein-Abguss präsentiert.

Helmut Langhoff wird den eher historischen Teil bestreiten und über Elias Gomperz und seine Familie berichten sowie generell über die jüdischen Untertanen der brandenburgisch-preußischen Herrscher im Herzogtum Kleve während des 17. und frühen 18. Jahrhunderts berichten. Eine Zeit, als den jüdischen Gemeinden hier größere Toleranz und Rechtssicherheit zu Teil wurde als in vielen anderen Gebieten des alten Heiligen Römischen Reichs. Darüber hinaus sollen den Besuchern auch weitere Alt- und Neu-Exponate des Museums präsentiert und vorgestellt werden, die sich auf spätere Phasen des jüdischen Lebens am Niederrhein beziehen, bis hin in die Zeit von Verfolgung und Ermordung.

Das Thema von Michael Rubinstein ist die Gegenwart am Niederrhein und in NRW. Er wird über Probleme und Perspektiven der heutigen jüdischen Gemeinden berichten sowie über einige interessante aktuelle Projekte der interkonfessionellen Verständigung und Annäherung.

Der bebilderte Vortrag wird insgesamt ca. 70 Minuten dauern; Darüber hinaus wird es die Gelegenheit geben, etliche einschlägige Exponate im Original zu betrachten.

Die Teilnahme an dem Vortrag ist kostenfrei. Um Anmeldung bei unserem Buchungsservice, der Kulturinformation Rheinland, unter der Telefonnummer: 02234 9921-555 oder der E-Mailadresse: info@kulturinfo-rheinland.de wird herzlich gebeten.


Radtour am Samstag, 15.6.2019 - Spiritualität und Moderne (im Rahmen der Sonderausstellung "Von Wilhelm nach Weimar - Zwischen Monarchie und Republik")

Am Samstag, dem 15. Juni 2019 veranstaltet das LVR-Niederrheinmuseum Wesel eine Radtour zum Kloster Marienthal in Hamminkeln. Abfahrt ist um 10 Uhr am Parkplatz des Museums.

Auf dem Programm steht der Besuch des Klosters unter Führung von Pater Klemens August. Das Kloster ist aufgrund seiner vielen Kunstwerke ein bedeutendes Zentrum sakraler Kirchenkunst am Niederrhein. Die von bekannten Künstlern wie z. B. Dominikus Böhm, Heinrich Campendonk, Jan Thorn Prikker und Jupp Rübsam gestalteten Glasfenster, Statuen, Hochaltar und Taufbecken machen die Räume von Kirche und Kloster zu einem Kleinod der Sakralkunst.

Auch der Friedhof mit seinen expressionistischen Grabsteinen wird den Teilnehmenden im Rahmen einer Führung durch Museumsleiter Dr. Veltzke vorgestellt. Jeder dieser Grabsteine ist einzigartig und gibt Zeugnis von der Vielfalt christlicher Grabmalkunst.

Es besteht auch die Gelegenheit zur Einkehr und zum Besuch des Mittsommermarktes in Marienthal. Die Ankunft in Wesel nach der ca. 30 km langen Radtour ist für etwa 16:30 Uhr vorgesehen. Anmeldung und nähere Informationen unter niederrheinmuseum-wesel@lvr.de oder 0281 33996-0.


Internationaler Museumstag am 19. Mai 2019 - "Millionär" werden im LVR-Niederrheinmuseum Wesel

Am kommenden Sonntag, dem 19. Mai 2019, findet wieder der Internationale Museumstag statt. An diesem Tag ist der Museumseintritt kostenfrei. Daneben können die Besucher*innen zum "Millionär" werden, denn wir veranstalten im Rahmen unserer Sonderausstellung „Von Wilhelm nach Weimar“ ein kleines Quiz, bei dem es einige Preise zu gewinnen gibt.

Vorgestellt werden Musiktitel und Original-Redebeiträge aus der Zeit des Kaiserreichs und der Weimarer Republik. Dazu gilt es einige Fragen zu beantworten und mit etwas Glück gehört man zu den glücklichen Gewinner*innen.

Zusätzlich besteht die Möglichkeit, im Rahmen einer Führung die Ausstellung "Von Wilhelm nach Weimar" näher kennen zu lernen.

Das Programm im Einzelnen:

13 Uhr: Quiz mit Vorführung historischer Rede- und Musikeinspielungen

14 Uhr: Führung durch die Ausstellung "Von Wilhelm nach Weimar"

15 Uhr: Quiz mit Vorführung historischer Rede- und Musikeinspielungen.

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.


FilmSchauPlätze NRW 2018 - Filmnacht am LVR-Niederrheinmuseum Wesel

Im Rahmen der FilmSchauPlätze NRW 2018 findet am Donnerstag 26. Juli 2018 auch eine Filmvorführung am LVR-Niederrheinmuseum Wesel statt.

Im Innenbereich der Zitadelle, unmittelbar vor dem Museum, beginnt bei Einbruch der Dunkelheit die Vorführung zunächst mit dem 11-minütigen Kurzfilm „AYNY“ – ein mit dem goldenen Studenten-Oscar ausgezeichneter Kurzanimationsfilm über die Liebe zweier Flüchtlingskinder zur Musik.

Im Anschluss folgt der Film: „Der Junge mit dem Fahrrad“:
Der zwölfjährige Cyril hat nur einen Wunsch. Er will seinen Vater wiederfinden, der ihn auf unbestimmte Zeit in einem Kinderheim untergebracht hat. Bei seiner verzweifelten Suche trifft Cyril auf Samantha, die Besitzerin eines Friseursalons, die sich bereit erklärt, ihn an den Wochenenden bei sich aufzunehmen.

Der „Junge mit dem Fahrrad“ ist ein modernes Kinomärchen, das von Hoffnung und Menschlichkeit erzählt. Das warmherzige Meisterwerk der Brüder Dardenne gewann auf den Filmfestspielen in Cannes den großen Preis der Jury.

Dauer: 87 Minuten

Rahmenprogramm: ab 19 Uhr Bewirtung, Führungen durch die Fahrradausstellung und ein Fahrradprogramm mit örtlichen Partnern.


Eine Reise nach Paris auf der Laufmaschine

Im Jahre 1817 erfand Freiherr von Drais das Laufrad, das allgemein als Vorläufer unseres heutigen Fahrrads angesehen wird. Im Jahre 1818 wurde Drais nach Paris eingeladen, um seine neue Erfindung dort vorzustellen – nach den historischen Vorlagen ist aber nicht ganz klar, ob er die Reise von Mannheim nach Paris auf seinem neuen Gefährt selbst zurückgelegt hat. Im Jahre 2018 unternahm der in Duisburg geborene Frank Hülsemann auf einem selbst hergestellten Nachbau die Reise noch einmal, um herauszufinden, ob eine solche Strecke unter den damaligen Gegebenheiten tatsächlich innerhalb von zwei Wochen zu bewältigen ist. Bei dem Versuch wurden neben der hölzernen Laufmaschine mit Eisenreifen und Rosshaarpolsterung nur Ausrüstungsgegenstände und Bekleidung entsprechend der des beginnenden 19. Jahrhunderts eingesetzt.

Der Nachbau ist zurzeit in unserer Sonderausstellung „hin & weg – 200 Jahre Fahrradgeschichte am Niederrhein“ zu besichtigen, und Herr Hülsemann wird am 5. Juli 2018 um 19 Uhr in seinem Vortrag „Eine Reise nach Paris auf der Laufmaschine“ über seinen spannenden Versuch mit überraschendem Ausgang berichten.

Der Vortrag findet in der Cafeteria des LVR-Niederrheinmuseums statt, die Teilnahme ist kostenfrei.